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froschkoenig

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1

Montag, 3. Oktober 2016, 16:47

Startschwierigkeiten bei kaltem Motor

Hallo Forum,

Hallo, erstmal - ich heiße Stefan und fahre eine 125 SM im Pendlerverkehr. 110 km pro Tag.
Die gute MZ hat jetzt 43000 km herunter und läuft soweit gut. Höchstgeschwindigkeit und Standgas ist soweit in Ordnung...

Blöderweise hat sich in den letzten Tagen das Kaltstartverhalten extrem verschlechtert. Zuletzt habe ich die Batterie leergeorgelt und musste morgens kurzerhand ein anderes Motorrad nehmen.
Heute habe ich mich mal auf die Suche gemacht: Chokedüse und Chokesystem scheinen zu funktionieren. Die Kerze sieht rehbraun und gut aus. Beim Zündkabel-Kerzenstecker kann ich keine Störungen finden.
Merkwürdig... wenn der Motor warm ist, tuckert er brav im Standgas und dann startet er auch sofort auf Knopfdruck.

Habt Ihr irgendwelche Ideen oder Erfahrungen, welches Bauteil für dieses Problem gerne in Frage kommt?

Gruß, Stefan

Ronny

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2

Dienstag, 4. Oktober 2016, 10:41

Wartungszustand? Wann ist der Vergaser zuletzt kontrolliert (zerlegt und gereinigt) worden, wie alt ist die Zündkerze usw. ?

Gruß Ronny

mzkay

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3

Dienstag, 4. Oktober 2016, 13:08

Woran hast du denn erkann, dass Chokedüse und System funktionieren?
Wenn der Akku mal wieder leer sein sollte, dann hilft auch anschieben. Zweiter Gang, Kupplung ziehen, zügig schieben und im Lauf auf die Sitzbank springen, dabei die Kupplung zügig kommen lassen. Berg runter kann man sich auch drauf setzen.

Oft ist auch eine schwächelnde Batterie die Ursache für schlechtes Kaltstartverhalten.

froschkoenig

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4

Dienstag, 4. Oktober 2016, 15:37

Dank für die Antworten!

Den Vergaser habe ich gleich gestern gereinigt und auch nach der Kerze gesehen. Die ist auch noch nicht alt und ausserdem aus Iridium.
Gestern ist mir aufgefallen wie superlange ich mit dem E-Starter orgeln kann, ohne dass die Batterie schlapp macht. Deswegen habe ich mal die Kompression gemessen und.... 4 bar festgestellt. :whistling:

Das Leben ist kein Ponyschlecken. Ich werde mal einen neuen Kolben und wahrscheinlich auch Zylinder spendieren müssen.
Habt Ihr Tipps für mich, wo es so etwas gut und günstig gibt?

Gruß, Stefan

edit: @mzkay: Der Chokekolben bewegt sich, der Zug hat Spiel, die Chokedüse und die entsprechenden Kanäle, Vorluftkanal und Chokemischkammer habe ich mit Bremsenreiniger durchgeblasen. Das sah gut aus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »froschkoenig« (4. Oktober 2016, 15:43)


mzkay

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5

Dienstag, 4. Oktober 2016, 16:08

dann stimmt möglicherweise der Schwimmerstand nicht

Moddin

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6

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18:18

Deswegen habe ich mal die Kompression gemessen und.... 4 bar festgestellt. :whistling:
Puh, das hört sich nicht so prickelnd an, mein Beileid!
Hast du auch nochmal bei warmem Motor gemessen? Wird m.E. normalerweise so gemacht!

Bevor du irgendwas bestellst, solltest du die Sache erstmal genauer anschauen. Grundsätzlich könnte auch nur ein Ventil undicht sein. Traust du dir zu, den Motor selbst zu zerlegen? Nur so kannst du sicher sein, keine unnötigen Teile zu bestellen.
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jelu1a

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7

Dienstag, 4. Oktober 2016, 23:00

Deswegen habe ich mal die Kompression gemessen und.... 4 bar festgestellt. :whistling:
Puh, das hört sich nicht so prickelnd an, mein Beileid!

Ich war beim messen nicht dabei, bin mir aber sicher, dass er da was falsch gemacht hat.
Er schrieb im ersten post unter anderem, dass die Höchstgeschwindigkeit in Ordnung ist. Das ist sie nicht, wenn der Motor nur eine Luftpumpe wäre.


Gegen einen falschen Schwimmerstand spricht, dass warm alles gut ist, oder? ?(

Die Chokedüse mit Bremsenreiniger nass machen reicht, meiner Meinung nach, nicht. Da musst du durchgucken können, dann weißt du, ob sie sauber ist.

Ronny

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8

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 15:07

Das kann ich so nicht bestätigen. Obwohl mein Kolben total verschlissen war, lief die Kiste immer noch gut 110km/h, warum auch immer. Die Kompression habe ich damals nicht gemessen, aber anhand des nach kurzer Zeit mit Sprit verdünnten Öls war klar das da nichts mehr dichtet.
Zu "gut und günstig" was Kolben /Zylinder betrifft, vergiss es. Wenn du das Teil noch lange fahren willst, bau was vernünftiges ein. mz-faber bietet Nikasil-beschichtete Zylinder im Austausch und dazu Schmiedekolben (so was ist bei KTM beispielsweise Serie), das ist was genaues kostet aber auch, hält aber ewig. Das Originalzeugs ist mittlerweile nicht wesentlich billiger, aber qualitativ bei weitem nicht so hochwertig (Kolben "made in Taiwan " ca. 130,00€ brutto).
Ich würde übrigens die ganzen "Nebengeräusche" wie da wären, Steuerkette, Kurbelwelle inkl. aller Lager, gleich mit erneuern.

Gruß Ronny

froschkoenig

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9

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 21:51

Also ich kann über die Originalteile nichts Nachteiliges sagen: Bei mir lief der Kolben ja schon ziemlich lange völlig problemlos. Wenn sich da jetzt ein Schaden angebahnt hat, dann liegt das sicher daran, dass ich vor gut 1000 km einen leichten Klemmer gehabt habe. Ich habe aber gleich ausgekuppelt und nach dem Abkühlen ging der Kolben wieder frei. Ursache war da übrigens Dreck im Sprit, der das Spritsieb verkleistert hat.
Die Hoffnung, dass das ohne größeren mechanischen Schaden an mir vorübergeht, kann ich wohl begraben.

Gibt es denn überhaupt noch Kolben-Zylinder, die genau nach Herstellerangaben gefertigt sind?
Mit wieder nachträglich erneut beschichteten Zylindern habe ich schon viele schlechte Erfahrungen gesammelt.

Gruß, Stefan

Ronny

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10

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 18:34

Geh davon aus, daß schon die original verbauten Teile nicht die allerhöchste Qualitätsgüte hatten (z.B. Steuerkette), da der Kostendruck für ein in Deutschland produziertes Motorrad enorm hoch war, und das schon vor ca. 16 Jahren als das Bike auf den Markt kam. So etwas, wie es seinerzeit bei MZ möglich war, wird es hierzulande nie wieder geben, so schlimm das auch klingt. Nicht umsonst kommen die "kleinen" Moppeds aus Asien auch wenn da "BMW" oder "KTM" draufsteht, gleiches gilt dann natürlich auch für die Teile.
Noch was zu deinem Kolbenklemmer. Gepaart mit der gemessenen sehr niedrigen Kompression, hast du wahrscheinlich ein viel zu großes Kolbenlaufspiel (sechs Hundertstel sind absol. Maximum!) welches den Kolben zum Kippen bringt. Daher ist eher nicht anzunehmen, daß der schlechte Sprit die Ursache dafür war. Der Motor gehört also dringend überholt, sprich ich würde ihn gar nicht mehr anlassen.

Gruß Ronny

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